Dolce Vita a Milano 🇮🇹

Mailand Reise

By Antje Schönfelder

Dolce Vita – ein Ausdruck für Lebensfreude und Genuss. Um ein Stück davon abzubekommen verbringe ich gerne mal ein Wochenende in Italien.

Diesmal: Mailand.

Die Stadt der Mode, die Stadt in der Gucci, Prada, Versace und viele andere beheimatet sind. Die Mailänder Fashion Week zählt zu den einflussreichsten Modeschauen dieser Welt. Schon als ich hier ankam fand ich: zurecht!

Stil ist hier nicht das Ende des Besens, der Mailänder hält etwas von sich und bringt das auch mit seiner Kleiderwahl „en Point“ zum Ausdruck.

Gepaart mit dem guten Wetter und noch besserem italienischen Essen durchaus ein Ort der zum Verweilen einlädt.

Flüge gibt es von nahezu jedem deutschen Flughafen für kleines Geld. Wenn man aus dem Süden Deutschlands ist kann man sogar innerhalb 5-6 Stunden Mailand mit dem Auto  erreichen. Das habe ich letztes Jahr gemacht, mit Zwischenstopp am Comer See und in St. Moritz. Eine schöne Tour war das.

Das Hotel

Untergekommen in ich in dem Boutique Hotel „Un posto a Milano“ in der Cascina Cuccagna einem altem Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert, das sich mitten in der Stadt als kleine Oase auftut.
Viele Jahre stand es leer und wurde Dank der Initiative eines Netzwerkes von Bürgern und Vereinigungen, Associazione Consorzio Cantiere Cuccagna (ACCC), zu einem Ort der „Begegnung“ und „Vergesellschaftung“.

Die Cascina öffnete 2012 nach einer umfassenden Restaurierung wieder ihre Pforten. Seitdem hat Cascina Cuccagna Menschen, Organisationen zusammengebracht, die Projekte und Aktivitäten im Zusammenhang mit nachhaltigen Lebensstilen, gesunder Ernährung, urbaner Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Wiederentdeckung manueller Arbeit und kultureller und sozialer Integration entwickeln.

In Cascina Cuccagna gibt es einige Geschäfte, wie La Fioreria, das Naturreisebüro Four Season und die Ciclofficina Cuccagna. In seinen anderen Räumen fördert Cascina Cuccagna Initiativen und Projekte wie den Mercato Agricolo della Cuccagna (Bauernmarkt) und veranstaltet öffentliche und private Veranstaltungen, die zum gemeinschaftlichen Leben beitragen.

Der Bauernmarkt ist kein gewöhnlicher Markt, sondern eine Initiative, die Teil des partizipativen Kontextes von Cascina Cuccagna in Mailand ist und dazu beiträgt, dass dieser Ort in der Metropole zu einem landwirtschaftlichen Betrieb wird.Es gibt nur lokale Produkte, von denen es möglich ist, die Herkunft, dank der kurzen Versorgungskette sicher zu kennen.Weiterhin findet man nur saisonale Produkte für eine „Diät“, die dem Kreislauf der Natur folgt, Was ich in meinen Augen als sehr wichtig erachte. Ein bisschen fand ich „Berlin“ wieder in dieser Philosophie.Wenn man ein Restaurant sucht, das saisonale Gerichte, Vorschläge für Vegetarier und Veganer, hochwertige Zutaten, Gerichte aus der italienischen Tradition (in Mailand immer wieder neu interpretiert) anbietet, dann ist un posto a Milano der richtige Ort. 

Der Küchenchef Nicola Cavallaro, verwendet nur frische und lokale Produkte, Bio wenn möglich. Es werden ausschließlich Produkte und Zutaten von kleinen und mittleren italienischen Bauernhöfen, die ethische und nachhaltige Produktionsmethoden für das Wohlbefinden von Mensch und Tier und den Schutz der Umwelt verwendet. Hier kann man in absolut vertretbarem rahmen die Seele Baumeln lassen.

Geht man durch das große Tor, wird man von zwei großen Innenhöfen, einem großen Garten, einem Rasen, Obstbäumen, Kräuterbeeten und Schmetterlingen begrüßt. Traumhaft.Die Zimmer haben auch individuellen Stil und mit der Gemeinschaftszone, in der es Kaffee und Snacks gibt, ist auf jeden Fall genug Platz, um sich ganz wie zuhause zu fühlen.

 

What to do?

Mein Fokus für diesen Aufenthalt lag auf gutem Essen/ Trinken die Stadt erkunden und natürlich Shopping!

In Mailand gibt es zahlreiche tolle Restaurants mit exquisiter Küche in einem modernen und stylischen Design. Allein das ist für mich ein Grund, immer wieder hierher zu kommen. So war der erste Stop die Armani Bamboo Lounge im Armani Bar. Excellence and Design at its best. Die Lounge befindet sich im siebten Stock mit einem Rundblick über ganz Mailand.

Ich gönnte mir ein feines Glas eines wunderbaren Barolos und dazu einen Quinoa Salat, den ich in diesem Stil noch nie genießen durfte. Hat Quinoa manchmal die Tendenz etwas langweilig zu sein, war dieser ein Geschmacksfeuerwerk. Der Quinoasalat war angereichert mit Rotkohl, Mango, Ananas, Orange und gerösteten Erdnüssen. Verfeinert mit etwas Minze war es wirklich einer (hatte ich als ich diese wilde Mischung laß, nicht gedacht) einer der besten abgeschmeckten Geschmäcker seit Langem. Das WLAN ist auch sehr gut dort, somit arbeite ich etwas in einem sehr ansprechenden Ambiente.

Einen guten Laden erkennt man auch an guten Cocktails. Ich orderte den „Million Dollar Baby“ ( schöner Name) und wurde nicht enttäuscht. Die Mischung aus 

War neu für mich und absolut stimmig. Kann ich nur weiterempfehlen! Alles in Allem ein sehr schöner Auftakt.

souldja armani mailand
armani mailand bamboo bar
souldja mailand armani
Antje Schönfelder Armani
Armani Mailand Souldja
souldja mailand armani bar

Ein Spaziergang am Dom und der angrenzenden Galerie „Vittorio Emanuele“ gehört zum unausgesprochenen Standard eines Mailand Besuches. Die Galerie ist einzigartig mit ihrer goldenen Kuppel und verströmt einen wunderbaren Flair von Eleganz und Prestige. Um den Dom richtig genießen zu können mache ich immer einen kleinen Zwischenhalt in dem Café Duomo 21 , einem Terrassencafe im 1 Stock mit fantastischem Blick auf den Dom und Platz.Hier darf es ein Café und bei bedarf ein Panna Cotta sein.

Dieses Mal hatte ich die Freude im Gallia Terrace zu essen. Es befindet sich im Obergeschoss des Excelsior Hotels nahe der Station Milano Centro. Der Service ist wirklich First Class und das Essen sehr gut abgestimmt. So gab es Penne al arabiata als Primi platti und als Hauptspeise etwas ganz abgefahren vegetarisches mit Kicherebensen, Spargel, rote Zwiebel Sorbet.

Die Arrabiata war hervorragend abgeschmeckt und die Kichererbsen Kreation mit dem rote Zwiebel Sorbet mal eine ganz neue Erfahrung. Die Cocktails waren okay, aber ich würde lieber bei einem guten Wein bleiben.

Exzellent war auch das Abendessen bei uns im Restaurant des Posto Milano.
Der Service ist hier ausgezeichnet. Wir orderten eine Flasche Wein, als Sie für uns geöffnet wurde und wir feststellten, das er uns etwas zu sauer für unseren Geschmack war, war es kein Problem eine andere Wahl zu bekommen. Das Essen hier unterliegt der schon angesprochenen ökologsichen Philosophie und so kann man sicher sein, das man nur saisonale, ausgesuchte Ware und gutes Fleisch bekommt. Ich habe lange kein so gutes Steak mehr gegessen und das für einen vernünftigen Preis. Wirklich sehr zu empfehlen.

Etwas romantischer wurde das Dinner dann im Viertel Navigli, das von zwei Kanälen durchzogen wird. Unmittelbar am Kanal Naviglio Grande befinden sich viele Restaurants und es wird gegen Abend zu einer lebhaften Ausgehmeile. Für Einheimische, wie auch für Touristen. Der Besuch dieses romantischen Viertels darf bei keinem Mailand Besuch fehlen. AM Besten geht man ab 19:30 bis in den späten dahin und saugt das volle Leben, die Leichtigkeit des Südens auf. 

Man sollte nur etwas Acht geben, wo man essen geht. Die typischen Touristen Restaurants bieten Küche an, die gerade so den „Touri- Standard“ haben, jedoch gibt es auch einige sehr gute Restaurants.

Was ich empfehlen kann ist dasWeißer Hasedas Essen ist Top und man sitzt sehr schön am Kanal und kann das Treiben beobachten und eine laue Sommernacht einleiten.Ich aß das Kalb mit Kartoffelbrei und wurde nicht enttäuscht. Zart und auf den Punkt gegart. Als Nachtisch gab es noch den hauseigenen Cheesecake, der wir ein Wölkchen auf der Zunge zerging. Perfekt abgestimmt im Geschmack mit einem tollen Mürbteigboden.

Um den Abend ausklingen zu lassen ging es in das Cerseio 7. Einer angesagten Roofttop Bar mit DJ und Swimmingpool. Die Cocktails sind lecker und die Stimmung ist gut. Gerne bis spätabends.

Wer nach dem ganzen Essen, dem Wein und der aqusgedehnten Shoppingtour noch Lust auf ein Tänzchen hat, kommt in Mailand natürlich auch auf seine Kosten.

Eine ganz besondere Location ist das Il gattopardo cafe, oder auch die Church of Disco. Eine Disco die zu einem Club mit Aperetivo umfunktioniert wurde. Wer kann schon behaupten mal ei einer Kirche einen Gin and Tonic getrunken zu haben? Der Aperitif starte ab 18:00 Uhr und ab 22:00 Uhr heizt ein DJ die Menge an.

Traditionell ist auch der Cavalli Club. Cavalli wie die Modemarke. Bekannt für Design und Exklusivität lädt auf der Terrasse nach einem wunderbaren Dinner zum Tanzen ein.

Außerdem zu empfehlen:

The Botanical Club

Nobu

 

Zum Frühstücken sind wir immer auf die Straße gegangen und haben uns einen Café und ein Süßstück bei einem der zahlreichen Bäcker auf die Hand geholt.

Shopping

Natürlich darf das Shopping in der Stadt der Mode nicht zu kurz kommen. In einer der zahlreichen Einkaufsstraßen fühlt man sich wie eine echte Fashionista. Eine ganz besondere Empfehlung kann ich für den Gucci Flagship Store (Via Monte Napoleone 5) aussprechen. Stylish eingerichtet mit vielen It- Pieces geht man dort auf eine kleine Erlebnisreise. Die Sinne werden  mit einem modernen Design mehr als angesprochen. Auch wenn der Geldbeutel es mal nicht zulässt, ist dieser einen Besuch auf jeden Fall wert. Wer Lust hat sich etwas zu gönnen, dem empfehle ich  der Webseite des Flagshipstore ein individuelles Appointment mit personalisierter Shopping Beratung planen. 

Am besten kauft man in Mailand im so genannten „Quadrilatero della moda“, dem Viereck der Mode ein. Dieses bilden die Via della Spiga, Via Sant’Andrea und Via Pietro Verri. Alle großen Luxus- Marken und lokale Designer haben hier ihre wunderschönen Boutiquen. 

 Das Einkaufshaus Rinascente ist vergleich bar mit dem KADeWe und gerade wenn Sale ist, sind einige tolle Schnäppchen zu ergattern. Es befindet sich angrenzend zur Galerie „Vittorio Emanuele“, die direkt an das Quadrilatero della moda angrenzt. Man kann also alle wichtigen Spots zu Fuß erkunden. Shopping und nebenbei ein bisschen Sightseeing – diese Kombination hat uns überzeugt.

 

Für alle die etwas mehr Zeit mitgebrahct haben lohnt sich auch ein Besuch im Seravalle Designer Outlet. Es befindet sich ca. eine Stunde außerhalb von Mailand. Soll aber sehr gut sein. Deutlich besser als deutsche Outlets.

 

gucci flagship mailand
gucci flagship mailand

Was man sonst noch machen kann:

Am schönsten finde ich es immer durch eine neue Stadt zu spazieren. Hinter vielen Ecken verbergen sich kleine Überraschungen die für diese Stadt typisch sind.
In Mailand sind es die wunderschönen begrünten Balkone und Dachterrassen, die wie kleine Oasen wirken und die filigranen Verzierungen an den Häusern wie die Löwenköpfe oder einfach nur Muster.
Diese Art von Architektur fehlt mir manchmal ein wenig in Deutschland. Das moderne Aushängeschild sind der Bosco Vertikale. Der vertikale Wald. Ein modernes Hochhaus, das komplett begrünt ist . Es ist ein Projekt des Architektur Studios Boeri. Das zur besseren Luft und zum Kampf gegen dem Klimawandel gebaut wird und nun auch als Exportschlager in Ländern wie den Niederlanden und China reproduziert wird. 

Auf diesem Hochhaus sind 900 Bäume gepflanzt und mehr als 8,900 Quadratmeter bepflanzt. Der Prototyp für eine einzigartige grüne Projektreihe.

Wie schon angesprochen sollte man in Mailand den Fokus auf Essen, Trinken, Shopping und eine wenig durch die Stadt schlendern verbringen.

Wer trotzdem noch ein bisschen mehr Zeit hat dem kann ich folgende Aktivitäten empfehlen:

– Im Sommer ist  Chillen im Sunbed am Pool der Dachterrasse Ceresio 7 eine schöne Gelegenheit den Sommer in der Stadt zu genießen. Da sollte man jedoch rechtzeitig reservieren, der Juli war an den Wochenende schon komplett ausgebucht. Lohnt sich aber.

– Einen Ausflug an den Comer See 
– Einen Ausflug nach Portofino
-Einen Ausflug nach Bergamo

Mailand ist eine tolle Stadt mit viel Lebensfreude und gutem Essen.

Um dem Alltagstrott zu entfliehen kann ich jedem einen Kurztrip dahin empfehlen. Tapetenwechsel und Dolce Vita. Was kann es Schöneres geben?

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